Um diese verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen, hat der Gutachter ein Psychologiestudium mit einem Diplom oder Master abgeschlossen und eine spezialisierte verkehrspsychologische Fortbildung absolviert. In seiner täglichen Arbeit geht er unvoreingenommen vor und beurteilt den Fall nicht nach persönlichem Bauchgefühl, sondern nach strengen, wissenschaftlich festgelegten Kriterien (Beurteilungskriterien). Seine Arbeit beginnt mit einer sorgfältigen Analyse der behördlichen Führerscheinakte, um die genauen Hintergründe der MPU-Anordnung zu verstehen. Das anschließende persönliche Gespräch bildet das Kernstück der MPU, in dem der Psychologe/die Psychologin mit wissenschaftlichen Gesprächstechniken die damaligen Konsummotive oder Verhaltensursachen ergründet und bewertet, ob der Klient eine ehrliche Selbstreflexion zeigt. Dabei prüft er sehr genau, ob die vollzogenen Veränderungen im Innen und Außen bereits stabil genug sind, um zukünftige Rückfälle im Alltag zuverlässig zu verhindern. Schließlich führt er diese Eindrücke mit den medizinischen Befunden sowie den Ergebnissen der Reaktionstests zu einer sachlichen Gesamtbewertung zusammen, die er in einer für die Behörde nachvollziehbaren Prognose festhält.
Gutachter
Ein MPU-Gutachter ist ein qualifizierter, neutraler Experte, in der Regel ein Diplom- oder Master-Psychologe mit verkehrspsychologischer Zusatzausbildung, der im Auftrag einer staatlich anerkannten Stelle die Fahreignung einer Person beurteilt. Seine Hauptaufgabe ist es, wissenschaftlich und unparteiisch zu prüfen, ob die notwendigen Einstellungen und Verhaltensweisen des Betroffenen dauerhaft stabil im Alltag verankert sind.
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